Startseite Obst / Gemüse Fleisch / Fisch Milchprodukte Lebensmittelzusatzstoffe Rezepte News Impressum

Wie sollte man Milchprodukte lagern?

Milchprodukte gehören aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe zu einer vollwertigen Kost. Neben Eiweiß, Kalzium, Phosphor und den Vitaminen A, B2 und B12 enthalten Milchprodukte Milchzucker, welcher sich überaus positiv auf Wie lagert man diese Milchprodukte?
Foto: © Olga Lyubkin
die Darmgesundheit auswirkt. Eine gut funktionierende Darmflora ist für unsere Gesundheit besonders wichtig, da sich der größte Teil der Abwehrzellen unseres körpereigenen Immunsystems im Darm befindet. Darum gehören Milchprodukte täglich auf den Tisch. Doch sind diese Lebensmittel aufgrund der Inhaltsstoffe und deren Zusammensetzungen nicht lange haltbar. Mit Hilfe einer optimalen Lagerung kann die Dauer der Haltbarkeit jedoch möglichst lange herausgezögert werden.

Joghurt, Quark & Co. mögen es dunkel und kühl
In der Regel sind fast alle Milchprodukte - also Butter, Sahne, Quark, Joghurt und die beliebte Trinkmilch - im mittleren Fach des Kühlschranks am besten aufgehoben. Hier herrscht eine Temperatur von ca. 5° Celsius. Butter und Margarine können hier über mehrere Wochen gelagert werden, Quark hält sich je nach Fettgehalt für ca. 4 Wochen im Kühlschrank und Joghurt und Sahne für ungefähr 10 Tage. Einzig dem Käse kann es im Kühlschrank eher zu kalt werden. Ein luftiger Keller oder ein Vorratsraum mit einer Temperatur zwischen 4 und 12° Celsius ist für die Käselagerung am Idealsten. Ist diese Möglichkeit nicht gegeben, bleibt doch nur der Kühlschrank. Damit der Käse sein Aroma trotzdem perfekt entfalten kann, empfiehlt es sich, ihn ungefähr 1 bis 2 Stunden vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank zu nehmen. Außerdem sollte Käse stets einzeln und getrennt gelagert werden, damit er nicht den Geschmack oder den Geruch anderer Lebensmittel annimmt - bzw. seinen Geruch auf andere Lebensmittel überträgt. Weichkäse sollte innerhalb 5 Tagen verzehrt werden, während Hartkäse für ca. 8 Tage gelagert werden kann.

Je frischer die Milch, desto geringer die Haltbarkeit
Besonders bei Milch spielt die Frische und die Beschaffenheit bei der Lagerung und Haltbarkeit eine entscheidende Rolle. Spezielle Wärmebehandlungen, wie das Pasteurisieren oder das Ultrahocherhitzen, machen die Milch länger haltbar. Allerdings werden hierbei die essentiellen Vitalstoffe entweder verändert oder sogar zerstört. Vorzugsmilch ist neben der Rohmilch, die es direkt beim Bauern gibt, die frischeste Variante im Laden. Sie eignet sich hervorragend für die Vollwertkost, da sie unbehandelt ist und somit noch alle Nährstoffe enthält. Dafür ist sie jedoch nur für kurze Zeit haltbar und muss entsprechend schnell verzehrt werden. Pasteurisierte Milch ist eine gute Alternative, wenn man nicht täglich einkaufen möchte. Diese Milch ist für 5 bis 6 Tage im Kühlschrank haltbar. Der Verlust der Inhaltsstoffe hält sich in Grenzen, da die Milch nur für maximal 40 Sekunden auf 71 bis 74° Celsius erhitzt wurde. Pasteurisierte Milch gibt es als Vollmilch oder als entrahmte Magermilch. Am längsten haltbar ist die H-Milch. Sie kann für 8 bis 12 Wochen gelagert werden und muss noch nicht mal im Kühlschrank verstaut werden. H-Milch wird für wenige Sekunden auf 150° Celsius erhitzt und enthält daher kaum noch etwas von den gesunden Vitalstoffen. Sie sollte lediglich dann verzehrt werden, wenn nicht auf die gesunde Frischmilch zurückgegriffen werden kann.

Übrigens: Reste oder Milchprodukte, deren Mindesthaltbarkeit abgelaufen ist, müssen nicht gleich weggeschmissen werden. Wenn sie noch gut riechen und schmecken, sind sie auch ohne Probleme noch zum Verzehr geeignet.
Text: St. H.