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Wie sollte man Obst und Gemüse lagern?

Obst und Gemüse sind hochwertige Nahrungsmittel, die den Körper mit lebenswichtigen Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen versorgen. Sie sollten daher täglich auf den Speiseplan stehen und eignen sich hervorragend Wie lagert man das Obst und Gemüse richtig?
Foto: © Olga Lyubkin
zum reuelosen Sattessen. So ist es äußerst sinnvoll, immer etwas von diesen kleinen Kraftpaketen im Haus zu haben. Allerdings verlieren Obst und Gemüse bei einer falschen Lagerung viel zu schnell ihre nahrhaften Inhaltsstoffe. Aus diesem Grund sollten einige Tipps beim Lagern berücksichtigt werden.

Ab in den Keller!
Wer sich in der glücklichen Lage befindet und noch einen kühlen und dunklen Erdkeller in seinem Eigenheim besitzt, der kann dort die meisten Gemüse- und Obstsorten bedenkenlos lagern. Optimale Bedingungen sind eine hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen 2 ° und 6° C. Obst, z. B. Äpfel, Birnen und Auberginen und Gemüse, wie beispielsweise Kohlrabi, Brokkoli, Kartoffeln, Weiß- und Rotkohl halten sich in einem Erdkeller über Wochen, teilweise sogar über Monate, frisch. Um bereits beim Einlagern Druckstellen zu vermeiden, wird das Obst und Gemüse vorsichtig und möglichst nicht zu eng in Holzkisten gelegt. Anschließend werden diese mit genügend Abstand voneinander in Regale sortiert werden. Der Abstand ist unbedingt notwendig, da einige Obst- und Gemüsesorten, z. B. Paprika, Äpfel, Bananen und Tomaten, das Gas Ethylen produzieren, worauf wiederum andere Sorten äußerst empfindlich reagieren. Der Reifeprozess wird durch Ethylen beschleunigt und so beginnen Brokkoli, Rosenkohl, Pilze, Blumekohl oder Lauch schnell zu verderben. Bei Kartoffeln, Sellerie und Möhren unterbricht das Gas den Ruheprozess und bewirkt, dass sie austreiben. Am idealsten ist eine räumliche Trennung der ethylenempfindlichen und der ethylenbildenden Obst- und Gemüsesorten. Die eingelagerten Lebensmittel müssen unbedingt regelmäßig auf Schimmel und Fäulnis kontrolliert werden und gegebenenfalls aussortiert werden. Unter optimalen Bedingungen kann das eingelagerte Obst und Gemüse dann hervorragend Überwintern.

Die Alternative zum Keller: Kühlschrank und Vorratsraum
Häufig können Haushalte nicht auf einen Erdkeller zurückgreifen. Doch auch im Kühlschrank oder Vorratsraum können kleinere Mengen an Obst und Gemüse gut gelagert werden. Hier sind sie ebenso vor zu viel Feuchtigkeit, Licht und Hitze geschützt. Im Kühlschrank ist das untere Gemüsefach der perfekte Ort, um Obst und Gemüse unterzubringen. Beerenobst, Kirschen, Pfirsiche und Aprikosen fühlen sich im Kühlschrank ebenso wohl wie, Blattsalate, Spinat, Karotten oder Spargel. Perforierte Folienbeutel oder spezielle Vorratsbehälter aus Kunststoff sind gute Behältnisse für die Lagerung im Kühlschrank. Sie sorgen für Frische und eine gute Belüftung. Manche Obst- und Gemüsesorten mögen allerdings keine Kälte und vertragen die Temperaturen im Vorratsraum viel besser. Südfrüchte, wie Ananas, Bananen, Melonen, Kiwis oder Zitronen gehören nicht in den Kühlschrank. Wasserreiche Gemüsearten, wie Gurken, Tomaten, Paprika, Zucchini oder Erbsen sind sehr kälteempfindlich und ebenfalls im Vorratsraum besser aufgehoben als im Kühlschrank. Hier bleiben sie bis zu sieben Tagen haltbar. Die Südfrüchte halten sogar, je nach Reifegrad, im Vorratsraum zwischen drei Tage bis zu drei Wochen.
Text: St. H.